Aktuelles Freundeskreis württembergischer Volleyball

Nachruf Fritz Bauer
  21.02.2022 •     Verband , Freundeskreis


Trauer um Fritz Bauer (16.06.1929 – 04.02.2022)

Mit großer Trauer und Anteilnahme haben wir erfahren, dass unser Freundeskreismitglied Fritz Bauer einem schweren unheilbaren Leiden erlegen ist. Fritz Bauer ist ein Mann der ersten Stunde im württembergischen Volleyball. Er fand im BffL Stuttgart zum Volleyball und war schon Anfang der 60er Jahre als Spieler und Organisator bei den ersten Volleyballwettkämpfen dabei. Ausser dem BffL Stuttgart waren es der Stuttgarter TV, der PSV Reutlingen und die TSG Tübingen, die um die erste württembergische Meisterschaft stritten. Dies geschah noch unter den Fittichen des Schwäbischen Turnerbundes. 

Als sich die junge Sportart um mehr Selbständigkeit bemühte, kam es am 16.11.1962 zur Gründung des Volleyball-Landesverbandes Württemberg in Tübingen. Mit dabei waren der BffL Stuttgart als Gründungsverein und Fritz Bauer als Gründungsmitglied. Die Gründer trauten dem Kaufmann Fritz Bauer ein gutes Verhältnis zu Zahlen und Geld zu. Sie wählten ihn zu ihrem ersten Schatzmeister. Er war bis 1965 im Amt. Auch danach war er dem Verband sehr nahe und nahm vor allem als Spieler und Schiedsrichter an allen Entwicklungsschritten teil. 1971 kehrte er zurück und wurde als gewissenhafter penibler und sachkundiger Kassenwart zu einer wichtigen Institution im Verband.

Mit dabei war stets seine geliebte Frau Hilda. Sie hat ihn als Spielerin begleitet, war selbst Mitglied der ersten Frauenmannschaft des BffL Stuttgart und hat ebenfalls Verbandsaufgaben übernommen. Im VLW war sie Leiterin der Passstelle (1978-1980) und erste Freizeitsportwartin (1978-1983). Im Konfliktmanagement nicht sehr erfahren hat sie sich nach Unstimmigkeiten von allen Ämtern zurückgezogen und auch Fritz, der inzwischen Vizepräsident Finanzen geworden war, 1984 zum Rücktritt veranlasst. Fritz von allen hoch geschätzt wurde mit der Verleihung des Ehrenrings des VLW verabschiedet. 

Fritz Bauer blieb dem Verband in der Folgezeit als souveräner und objektiver A-Schiedsrichter erhalten, einer Funktion, in der er seinen Ruf als Urgestein und wesentlicher Bestandteil der Volleyballorganisation bestätigte und festigte. Nach Erreichen der Altersgrenze 1994 entschlossen sich Hilda und Fritz die in Württemberg neu gewonnene Heimat zu verlassen und ins Salzburger Land nach Ebensee zurückzukehren. Die Kontakte mit Württemberg blieben über Klaus Fezer erhalten, der mit Fritz und Hilda freundschaftlich verbunden war. Nachdem sich die Bauers in ihrem ursprünglichen Zuhause nicht wie erwartet integrieren konnten, war diese Beziehung für sie sehr wichtig. Sie verdeutlichte ihnen die in Jahrzehnten gewonnene Bindung an Württemberg, ihre Vertrautheit mit Volleyball und ihre Bekanntschaft sowie Freundschaft zu zahlreichen Volleyballern.

Als 2002 der Freundeskreis württembergischer Volleyball gegründet wurde, war es nicht sehr erstaunlich, dass sie zu den ersten und stets sehr interessierten und engagierten Mitgliedern gehörten. Vor allem die Veranstaltungen des Freundeskreises lockten sie und gaben Gelegenheit zu Begegnungen, zuletzt 2014 die Reise nach Siebenbürgen und 2017 bei einem Stammtischtreffen in Herbrechtingen. 

Nun hat Fritz im 93. Lebensjahr seine letzte Reise angetreten. Aber er ist nicht alleine. Wir seine Volleyballfreunde sind in Gedanken bei ihm und Hilda. Wir werden Ihnen stets eine ehrendes Andenken bewahren.